
seeger ullmann architekten partgmbb

anbau an ein reiheneckhaus
übereck verglaster anbau mit raumhoher
pfostenriegelfassade und großem schiebe-
element auf der gartenseite.
bestand: 1934, architekt: emil freymuth
fertigstellung: 2003
standort:
törwangerstr.
81669 münchen
48°06`46`` n
11°36`44`` e












beschreibung
die mustersiedlung ramersdorf wurde 1934 als nationalsozialistisches modellwohnungsbauprojekt geplant.
die häuser stehen heute unter ensembleschutz. das reiheneckhaus in der törwangerstrasse wurde damals von
emil freymuth entworfen.
wunsch des bauherrn war den kleinteiligen grundriss grosszügiger zu gestalten und gleichzeitig das bestehende
haus mit seinen nur 82 qm wohnflächen um einen raum zu erweitern. dazu wurde der ehemalige freisitz auf der
gartenseite durch einen nicht unterkellerten, eingeschossigen anbau ersetzt, der sich in seiner form den übrigen
freisitzen der hauszeile anpasst.
durch die lage des hauses auf dem eckgrundstück wurde vom der denkmalbehörde besonderen wert auf eine vorbildliche
ausführung gelegt.
die holzrahmenkonstruktion des anbaus springt gegenüber dem bestand auf der südseite leicht zurück, ist aber in
ihrer architekturhaltung (materialwahl, oberfläche und farbe) modern und ordnet sich nicht unter.
die farbig lasierten faserzementplatten und die fassadenteilung bilden einen bewussten kontrast zur rauhen
putzfläche und den sprossenfenstern des altbaus.
die große schiebetür, die fast die hälfte der fassade einnimmt, ermöglicht eine großzügige öffnung zum garten und
lässt den schwellenlosen übergang ins grüne fast nahtlos erscheinen. durch die übereckverglasung wird dieser eindruck
noch verstärkt.
dem wunsch des bauherrn nach mehr fläche konnte zwar nur mit 16 qm entsprochen werden, durch die vergrößerung des
erdgeschoßes mit dem glasanbau scheint der flächengewinn jedoch viel größer.
um im innern mehr licht und einen großen wohn- und essraum zu erhalten wurde die bestehende aussenwand auf der
anbauseite so groß wie möglich geöffnet